Simfy: Spotify für die Schweiz?

Simfy bietet ein Flat Rate für Musik, das Streaming von 6,3 Millionen Songs ist gratis, wer aber die Songs lokal bei sich auf dem Desktop oder auf einem Smartphone haben will, bezahlt einen monatlichen Beitrag von 14.50 CHF. Man besitzt die Musik also nicht selbst, aber dank einer Desktop App, wo man sich selbst Playlists zusammenstellt, soll es so anfühlen als sei es die eigene Musik. Vielleicht hast du schon von Spotify gehört, die beiden Dienst sind von der Idee her identisch, wobei Spotify von vielen für ihr Interface gelobt worden ist. Ich hatte selbst mal kurz die Möglichkeit Spotify auszuprobieren und war begeistert.

Ich konnte mir lange nicht vorstellen Musik zu mieten, inzwischen sehe ich das anders. Natürlich will ich immer noch Musik besitzen, zu welcher ich eine emotionale Bindung habe, aber Musik die ich einfach gern höre, kann ich inzwischen doch auch einfach mieten. Hierbei allerdings ist die Integration wichtig: Ich will nicht in einem Programm meine gekaufte Musik und in einem anderen mein gemietete Musik haben, Spotify integriert hier sehr schön, man kann seine bestehende Library in die Spotify Applikation importieren und das elegante Interface von Spotify nutzen. Simfy fehlt leider eine solche Möglichkeit noch (eine solche ist aber für zukünftige Versionen geplant), leider fühlt sich die Air-Applikation von simfy weniger elegant an als spotify. Sollte spotify in der Schweiz starten, hätte simfy wohl einen schweren Stand.

Solche Dienstleistungen zeigen den interessanten Shift von physischen Gütern zu digitalen Gütern und dass man je länger desto öfters Güter nicht mehr besitzt, sonder diese als in Form von Dienstleistungen nutzt (ein anderes Beispiel dafür ist Mobility, man besitzt nicht mehr ein Auto, sondern nutzt den Service). Man nennt das auch “Transmaterialization”.

Wenn man Applikationen wie Spotify oder Simfy benutzt, merkt man übrigens sehr deutlich wie aufgeblasen iTunes inzwischen ist. Ich denke Apple täte gut daran, iTunes in mehrere Applikationen aufzuteilen. 

Am nächsten Web Monday stellen sich simfy übrigens selbst vor.